
Belletristik
Urs Schaub
Die Schneckeninsel
Der neue Schaub: Simon Tanner ermittelt zum fünften Mal: in einem Mädcheninternat am idyllischen See in den Bergen schlägt er sich mit Jugendwahn und osteuropäischer Migration herum.
Andere Titel des Verlags bzw. der Autorin/des Autors
- Am Meer dieses Licht
- Blindgänger
- Brief an meinen Vater
- Cap Arcona 1927–1945. Märchenschiff und Massengrab
- Das Lied der Einsamkeit
- Der Boden unter den Füßen. Eine Fantasie
- Der Froschkönig
- Der Raum zwischen zwei Wörtern / L’espace entre deux mots
- Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt
- Die Brille des Nissim Nachtgeist
- Die Vermengung
- Die schiere Wahrheit
- Elefanten im Garten
- Fern von hier
- Hermann Hesse, Seine Welt im Tessin – Freunde, Zeitgenossen und Weggefährten
- Immer ist alles schön
- In der Fremde sprechen die Bäume arabisch
- Jeder Krüppel ein Superheld
- Meine weiße Stadt und ich. Das Bernbuch
- Mit Dir, Ima
- Nelkenblatt
- Paris 1959
- So weit die Stimme reicht / A portée de la voix
- Spiegelschrift
- Staatsräson
- Wenn die Nacht in Stücke fällt
- Wurzelstudien
- Zehn unbekümmerte Anarchistinnen
Verlagstexte
Tanner-Krimi Nr. 5: Drei Selbstmorde und zu viele Heimlichkeiten im reichen Mädcheninternat am idyllischen See. Tanner heuert als Koch an. Innerhalb von neun Jahren haben sich drei Frauen im Nobelinternat für Mädchen in den Bergen umgebracht, da ist etwas faul, so viel ist Serge Michel von der Berner Mordkommission klar. Da dort gerade eine Ferienvertretung des Kochs gesucht wird, bittet er seinen Freund Simon Tanner, als solche anzuheuern und sich umzusehen.
Es klappt, und tatsächlich, etwas stimmt nicht, das ist mit Händen zu greifen. Keiner weiss genau, wann der Direktor von einem Kongress in Stockholm zurückkommt. Einem Schneckenkongress, denn ihn interessierten nur Schnecken, das Sagen im schlossähnlichen Haus am See habe sowieso seine Mutter und diese sei der Teufel persönlich, versichert ein seltsames Mädchen. Und will der zu vertretende Koch wirklich angeln gehen?
Als erstes putzt Tanner die Küche und krempelt den Speiseplan um, zur augenblicklichen Begeisterung aller. Dann steht schon der nächste Tote ins Haus.
Presse- und Autorenstimmen
Jetzt können sich die skandinavischen Krimi-Autoren warm anziehen, denn jetzt zeigt mal wieder ein Schweizer, wie man Spannung und Stimmung macht!
(Schweizer Illustrierte
)Textprobe(n)
Tanner verzog sein Gesicht.
Soll ich jetzt dort die neue Assistentin werden?
Michel wischte sich mit der Serviette den Schweiß von der Stirn.
Nein, die suchen für einen Monat einen Chefkoch. Und du kannst doch kochen. Der Chef geht in die Ferien und der, der ihn normalerweise vertritt, muss zum Militär. Da war noch ein anderer, der ab und zu aushalf, aber der ist vor zwei Wochen an Krebs gestorben.
Ich sehe, du bist also kein Immobilienmakler, sondern ein Personalvermittler.
Michel knallte seine Serviette auf den Tisch.
Jetzt hör schon auf. Es ist mir sehr ernst damit. In dem Haus ist etwas faul. Drei Selbstmorde in neun Jahren. Der zuständige Kommissar in dem Bezirk hat mich darauf angesprochen. Er ist ein alter Freund von mir. Die ganze Sache stinkt zum Himmel. Die Gerichtsmedizin hat alles genauestens untersucht. Alle drei Fälle wurden eindeutig als Selbstmord deklariert. Es gibt objektiv gesehen keinen Zweifel, aber – Tanner beugte sich zu Michel.
Aber? Du glaubst es nicht. Du hast so ein Gefühl. Stimmts?
Michel brauste auf.
Ja, und? Ich kann auch mal ein Gefühl haben, oder? Oder hast du dieses Gebiet für dich gepachtet?
Tanner hob beschwichtigend die Hände. Nein, natürlich nicht. Willkommen im Klub.
In diesem Moment wurde das Wienerschnitzel serviert. Sie pressten die Zitrone über die riesigen, aufgeklappten Fleischblätter und wünschten sich einen guten Appetit.
Und? Habe ich zu viel versprochen? Tanner schüttelte den Kopf.
Nein. Es ist nahezu perfekt. Michel runzelte die Stirn.
Nahezu? Was soll das jetzt wieder heißen? Tanner hob beschwichtigend die Hand.
Das Tier, von dem das Fleisch stammt, ist nicht in einem österreichischen Stall aufgewachsen.
Michel lachte dröhnend und stopfte sich ein riesiges Stück Schnitzel in den Mund.
Nein, nein, es schmeckt sehr gut. – Ich soll also einen Monat in dem Haus kochen und herausfinden, was dort faul ist. Sehe ich das richtig?
Michel nickte eifrig kauend.
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Die Schneckeninsel
Roman / Novelle
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ALS BUCH:
Hardcover
280 Seiten
Format: 115 x 190 mm
Auslieferung ab 15.09.16
D: 26,80 Euro A: k. A. CH: k. A.
ISBN (Print) 978-3-85791-809-4
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Der Verlag im Netz:
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kuenzli(at)limmatverlag.ch
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Vertriebskontakt des Verlages:
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